
Warum wir unsere Infrarotlampen extremen Bedingungen aussetzen Seien wir ehrlich: Badezimmer und Hühnerställe sind für elektronische Geräte echte Albträume. Mal ist es dort stockdampfig warm, im nächsten Moment wieder eiskalt durch Kondenswasser. Es handelt sich dabei um einen grausamen Kreislauf. Wenn die Dichtungen nicht perfekt sind oder der Quarzrohr billig ist, versagt die Lampe einfach. Sie geht kaputt. Und niemand möchte mitten im Januar mit einer defekten Heizung zu kämpfen haben. Wir wollen nicht raten müssen, wie lange unsere Lampen halten werden – deshalb zwingen wir sie dazu, ihre Langlebigkeit durch Tests unter Feuchtigkeit und Hitze zu beweisen. Das Problem mit der Feuchtigkeit Wenn diese Lampen ein- und ausgeschaltet werden, dehnt sich das Quarzrohr aus und zieht sich wieder zusammen. In einem feuchten Raum findet die Feuchtigkeit ihren Weg in die Dichtstellen der Elektrodenelemente. Stellen Sie sich vor, Wasser wird auf 600°C erhitzt – es verwandelt sich sofort in Dampf, der nach außen drückt und die Dichtungen zerstört oder den inneren Filament zerfrisst. Um das zu verhindern, setzen wir die Geräte in Klimakammern. Dort wird die Luftfeuchtigkeit auf 95 % erhöht, und die Temperatur wird ständig geändert. Im Grunde handelt es sich dabei um eine „Zeitmaschine“ – wir können so jahrelange Belastungen in nur wenigen Wochen simulieren. Es kommt letztendlich auf die Dichtungen an Wir verwenden hochwertigen Quarz mit speziellen Schutzschichten, um der Hitze standzuhalten. Doch der eigentliche Kampf findet an den Anschlussstellen statt – dort, wo die Kabel mit der Lampe verbunden sind. Genau dort versagen die meisten Heizungen. Wir verwenden verstärkte Dichtungen, damit keine Feuchtigkeit in die elektrischen Kontakte gelangt. Denn wenn die Dichtungen nicht fest genug sind, entstehen Funken. Und Funken bedeuten im Grunde, dass der Sicherungsschalter auslöst oder die Heizung kaputtgeht. Der Kompromiss Es gibt allerdings einen Nachteil: Um diese Geräte wirklich wasserdicht zu machen, müssen wir Gehäuse verwenden, die etwas dicker sind. Das bedeutet, dass die Heizung etwas mehr Platz benötigt. Zudem heizt sie nicht so schnell wie eine herkömmliche Heizung, denn das Gehäuse nimmt einen Teil der Strahlung auf. Es handelt sich dabei um einen kleinen Kompromiss in Bezug auf die Geschwindigkeit – aber er lohnt sich. Ich ziehe es vor, eine Heizung zu haben, die etwas länger braucht, um warm zu werden, als eine Heizung, die bereits beim ersten Einsatz in einem feuchten Wintertag kaputtgeht.